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"Zaubern im Schwarzlichttheater"
24.07. – 28.07.06
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Als wir
am Montagmorgen im Freizeithaushaus eintrafen, haben wir zunächst ein Zimmer
sowie das von uns gewählte Bett bezogen. Um uns dann gegenseitig kennen
zulernen folgten einige heitere Spiele, bei denen sich die Atmosphäre
aufzulockern begann.
Bestens gelaunt ging`s nach dem Mittagessen zum Badeausflug in die Bekow. Dieser Programmpunkt wurde,
statt der ersten Theaterprobe, wegen der großen Hitze spontan eingeschoben.
Entspannt, erfrischt und gestärkt, von Kuchen und Abendbrot, begannen wir
abends endlich mit der ersten Theaterprobe. Die Luft hatte sich zum Abend etwas
abgekühlt und so konnten wir es in der Aula des Robert Stock-Gymnasiums gut
aushalten. Die Fenster des Raums waren mit schwarzen Decken abgehängt, um in
absoluter Dunkelheit Schwarzlichttheater spielen zu können. Diese, für fast
alle von uns, unbekannte Form des Theaterspielens, wurde uns nun von dem
Theaterpädagogen Andre nähergebracht.
Ruck zuck schwarze Klamotten an und dann
begannen wir, zu viert oder fünft auf der extra schwarz abgehängten Bühne, zu
spielen. Andre verteilte Puppen, Tücher, Münder aus Schaumstoff, Handschuhe und
viele andere Requisiten, mit denen wir erst im hellen, dann im Dunkeln kleine
Stücke probten. Als das Licht ausging guckten einige komisch, plötzlich waren
nur noch die leuchtenden Requisiten sichtbar. Dinge kamen zum Vorschein, andere
verschwanden plötzlich. Für die Zuschauer schien hier einiges nicht mit rechten
Dingen zuzugehen. Klar, dass wir nun alle auf einmal zum Spielen auf die Bühne
wollten. Aber wir mussten uns in Geduld üben und genau zuschauen, um den
Akteuren auf der Bühne unsere Eindrücke mitzuteilen.
Jeder durfte an dem Abend
aber schon mal erste Erfahrungen als Schauspieler sammeln.
Der erste Tag fand dann,
schon zu recht später Stunde, bei Massage- und Entspannungsübungen seinen
Abschluss.
Den Dienstag begannen wir
mit einer Theaterprobe. Halt, das stimmt so nicht, natürlich wurden vorher die
Zimmer gewienert. Es ging immerhin um den Zimmerwettbewerb und da wollte jeder
vorne mitmischen. Dann erst wurde Theater gespielt.
So langsam verstanden wir,
was das Spielen im Schwarzlichttheater bedeutet und konnten uns von Übung zu
Übung steigern. Andre zauberte immer wieder neue Requisiten aus seiner
fahrbaren „Schatztruhe“, so das Langeweile bei uns nichts zu suchen hatte.
Nach
dem Mittagessen fuhren wir mit dem Fahrrad erneut zum Baden. Arschbomben,
Kerzen und Köpper vom Einer und Dreier ließen uns, die immer noch extreme
Hitze, vergessen.
Anschließend galt es sich
mit Kuchen und Tee für die den anstehenden sportlichen Nachmittag
in Form zu
bringen. Nun holten wir Fahrräder aus dem Keller, sammelten uns
auf dem Hof und
fuhren dann in einer hübschen langen Schlange Richtung KON. Dort
angelangt,
durften unsere Füße die Bekanntschaft mit den schnieken
Bowlingschuhen der
Einrichtung machen. Nach der Mannschaftseinteilung konnte der
2-stündige
Bowlingabend beginnen. Ein harter Kampf um Einzel- und Teamwertung
wurde gestart. An dem Ausdruck der Gesichter war es dann gegen 21:00
Uhr möglich, das Abschneiden der einzelnen Sportsfreunde
abzulesen. Bei der anschließenden Radtour, zurück ins
Freizeithaus,
hellten sich die wenigen niedergeschlagenen Mienen aber wieder auf.
Nun wurde es, nach dem
anstrengenden Tag Zeit ins Bett zu gehen.
Mittwoch fuhren wir endlich
in den Filmpark Babelsberg. Der Preis für die Fahrt war allerdings recht hoch,
da der Bus schon 8:30 Uhr losfuhr, mussten wir 7:00 Uhr aufstehen. Gegen 11:30
Uhr erreichten wir unser Ziel und hatten nun in kleinen Gruppen 3 Stunden Zeit
die Attraktionen des Parks zu erleben. Highlights waren die Stuntshow und das
3D-Kino.
Abends blieben uns dann noch
2 Stunden für eine weitere Theaterprobe. Anschließend fieberten wir am
Lagerfeuer der Dunkelheit entgegen, da zu fortgeschrittener Zeit die
Nachtwanderung anstand. Anfangs furchtlos spazierten wir durch die Stadt
Richtung Bekow. Dort rückten wir, auf den unbeleuchtenden Wegen, alle etwas
näher zusammen. Nur noch wenige, ganz Mutige, trauten sich an die Spitze der
Gruppe. Sie verstanden es allerdings ausgezeichnet, durch übertriebene Lautstärke, ihre
Angst zu überspielen.
Nach einigen, mehr oder
weniger, aufregenden Schrecksekunden kehrten wir zu mitternächtlicher Stunde
ins Freizeithaus zurück, um die gruseligen Erfahrungen unter der Bettdecke zu
verdauen.
Nun nährte sich der
Präsentationstag in dramatischer Geschwindigkeit. Wir hatten nur noch bis
Morgen Zeit, die Szenen für die Aufführung zu entwickeln und einzuüben. Somit
war der Donnerstagvormittag für Theaterproben verplant. Diese konnte aber
selbstverständlich nicht vor der Abnahme der Zimmer für den Wettbewerb
beginnen. Jedes Zimmer bekam täglich Punkte für Ordnung, Sauberkeit und
Bettenbau. Für vorgegebene Sonderaufgaben, zum Beispiel ein Lied singen oder ein
Witz erzählen, gab es Zusatzpunkte.
Bei den Theaterproben wurden
heute verschiedene Szenen ausprobiert und eine Vorauswahl der Szenen getroffen.
Im Anschluss an das
Mittagessen fand im Freizeithaus ein Sommerfest statt. Das ließen wir uns
natürlich nicht entgehen. Eine Hüpfburg, Staffelspiele und andere Spielangebote
versüßten uns den Nachmittag.
Zum Abend traf Jens, der DJ
führ die Disko, ein. So das wir uns alle in Schale werfen konnten, um dann
19:30 Uhr die Tanzfläche in Beschlag zu nehmen. Gute Musik sorgte für
ordentlich Bewegung im Diskokeller. Im Sommer der Fußballweltmeisterschaft,
verleiteten uns die Lieder zur WM zu unkontrollierten Bewegungen. Schweiß, Haut-
und Stoffabriebe fanden sich somit, durch gesteigerten Bodenkontakt, zunehmend
auf der Tanzfläche wieder. Da wurde ein, zu späterer Stunde servierter,
Sommercocktail seiner erfrischenden Aufgabe vollends gerecht.
So fand der Donnerstag, nach
einem weiteren Höhepunkts des Ferienlagers, einen schönen Abschluss.
Heute sollte nun der Tag der
Aufführung sein. Wir waren alle sehr aufgeregt, da unsere Eltern und einige
Bekannte und Verwandte kommen sollten. Außerdem waren die Szenen noch nicht
richtig verteilt und einstudiert. Das hieß, schnell Frühstück essen und richtig
ranklotzen. Wir mussten uns entgültig für Szenen entscheiden. Die Szenen
studierten wir dann penibel ein. Das wurde zwischendurch ziemlich anstrengend,
da kleinere Passagen häufiger wiederholt werden mussten. Ausgelaugt vom
Vormittag freuten wir uns auf das Mittagessen.
Es folgte die Generalprobe.
Da lief noch längst nicht alles nach Wunsch, woraufhin sich unsere Aufregung
weiter steigerte. Nun wurde alles perfekt zum Auftritt vorbereitet und auf das
Publikum gewartet, welches sich vor der Aula allmählich einfand. Wir konnten
unsere Eltern aber noch nicht begrüßen, um die Spannung bei Publikum und
Akteuren hoch zu halten. 16:30 Uhr, endlich konnte es losgehen. Die Zuschauer
betraten die Aula, kurze Zeit später begannen wir unsere Szenen zu spielen.
Alles lief wie am Schnürchen, keine Pannen oder Patzer. Das Publikum war
zufrieden, die Eltern stolz und wir glücklich. Nach dem Applaus begrüßten wir
unsere Eltern. Es folgte die Auswertung des Zimmerwettbewerbes, und nach der
Verabschiedung von den neugewonnenen Freunden fuhren wir nach einer
erlebnisreichen Woche wieder nach Hause.
Viele von uns wussten am
Freitag, dass sie nächstes Jahr wiederkommen.
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